Osteopathie

Dem Organismus auf die Sprünge helfen

Der gesunde Körper funktioniert in seiner ganzen Komplexität als harmonische Einheit, die kleinere Störungen im Normalfall selber beheben kann. Wenn dieses System aus dem Gleichgewicht gerät – beispielsweise durch Krankheit, einen Unfall, eine Operation, eine anstrengende Schwangerschaft, Überbelastung oder Stress –, kann der Körper Probleme nicht mehr über die Selbstheilung kompensieren. Hier greift die Osteopathie  – und das meist nicht an der Stelle, wo man es erwartet. Denn sie betrachtet und behandelt die grösseren, für Patientinnen und Patienten manchmal überraschenden Zusammenhänge im Körper.

Eine Frage des Gleichgewichts

Beweglichkeit, Mobilität, Lebendigkeit und stetige Anpassung sind Attribute des Lebens. Sind diese Fähigkeiten des Organismus eingeschränkt, so kann das die natürliche Kompensationsfähigkeit des Körpers an seine Grenzen bringen. Das reibungslose Zusammenspiel der Körperfunktionen gerät aus dem Gleichgewicht. Spannungen, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen können die Folge sein.

Hilfe zur Selbstheilung

Die Osteopathie ist eine manuelle Medizin, die den menschlichen Körper möglichst in seiner Gesamtheit betrachtet und behandelt, um seine Selbstheilungskraft zu reaktivieren. Sie sucht die Ursachen für eingeschränkte Kompensationsmöglichkeiten und behandelt sie mit gezielten, sensibel abgestimmten Methoden, um dem Körper seine Freiheit und seine gesunden Reaktionen zurückzugeben. Dabei betrachtet sie nicht nur den Bewegungsapparat inklusive Wirbelsäule und Schädel, sondern auch die Organe, das Nervensystem, das Lymph- und das Blutsystem. Abhängig von der Problemstellung kann die Osteopathie Hauptbehandlungsmethode sein oder ergänzend zur Schulmedizin und anderen Disziplinen den Heilungsprozess unterstützen. Sie eignet sich für akute Probleme wie Verletzungen nach Unfällen ebenso wie für die Behandlung chronischer Erkrankungen, aber auch zur Begleitung vor, während und nach der Schwangerschaft. Auch Säuglinge und Kleinkinder sprechen sehr gut auf die Methoden der Osteopathie an.

 

Konstanze Wiesend, Osteopathin

Konstanze Wiesend
Osteopathin
 

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Nicole Brodbeck
Heilpraktikerin
Craniosacral Therapeutin

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Emanuel-Amier Diekmann
Osteopath
Physiotherapeut SRK
 

Craniosacral Therapie

Den Lebensrhythmus spüren

Feine Pulsationen und rhythmische Bewegungen im Körper erspüren, Blockaden lösen, Liquor zum Fliessen bringen

Eine Frage des Rhythmus

Zwischen unserem Gehirn (cerebrum), dem Rückmark bis zum Kreuzbein (sacrum) pulsiert die sogenannte Gehirn - Rückenmarksflüssigkeit auch liquor cerebrospinalis genannt und setzt sich in rhythmische Bewegungen im gesamten Organismus fort. Von dieser Erkenntnis geht die Crainiosacral-Therapie aus.

Spüren und Fliessen

Dieses rhythmische Fliessen des Liquors soll ermöglichen, dass Nervensystem und Muskeln, Faszien, Organe, Knochen und alle Gewebe im menschlichen Organismus miteinander kommunizieren können. Es gibt wissenschaftliche Hinweise, dass der Liquor zur Versorgung der Nervenzellen mit Nährstoffen oder anderen physiologisch wirksamen Substanzen beiträgt und Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel der Nervenzellen aufnimmt und abtransportiert.
Ist dieses Fliessen durch funktionelle Dysfunktionen, beispielsweise durch Traumen, Infektionen, Operationen und vieles mehr eingeschränkt, können sich daraus körperliche Beschwerden entwickeln.
Therapeutinnen und Therapeuten erspüren diesen feinen Rhythmus und die Qualität des Liquors mit ihren Händen und können sanfte Impulse in den Organismus geben, die es erlauben, ein neues Gleichgewicht zu finden.

Osteopathie und Craniosacrale Therapie - was erzählt uns die Historie

Die Anwendungsgebiete der Craniosacral Therapie sind vielfältig und haben mit der Osteopathie vieles gemein, was in der Geschichte und gemeinsamen Philosophie verwurzelt ist.
Entwickelt wurde die Osteopathie von Dr. Andrew Taylor Still Ende des letzten Jahrhunderts. Um 1900 nahm Dr. William Garner Sutherland, ein Schüler von Still, rhythmische Bewegungen des Schädels (Cranium) wahr und erkannte die zentrale Bedeutung des liquor cerebrospinalis für den Organismus. Diese Erkenntnisse entwickelten sich kontinuierlich weiter und bildeten die Grundlage für die in den 1970er-Jahren unter dem amerikanischen Osteopathen und Chirurgen John E. Upledger entstandene Craniosacral Therapie.

Heute ist die Craniosacral Therapie ein Teilaspekt der Osteopathie, findet aber auch als eigenständigen Therapieform bedeutende Anwendung.

 

Angebote


Bild: Muskulatur_Thorax_Gammarus, elektronenmikroskopisches Bild, ddas uns Frau Mag. Daniela Gruber und Ass.-Prof. Mag. Ingeborg Lang von der 'Core Facility of Cell Imaging and Ultrastructure Research' der Universität Wien zur Verfügung gestellt hat und es wurde vom Fotograf André Roth, Zürich coloriert.